Die Blechtrommel

28. April - 25. Mai 2018

Günter Grass
Bühnenfassung von Oliver Reese

Ein atemberaubendes Einmannspektakel.


Oskar Matzerath, 1924 geboren, verliert schon die Lust am Leben, bevor es überhaupt beginnt. Am liebsten würde er wieder in den Mutterleib zurückkehren. Einzig die ihm von seiner Mutter versprochene Blechtrommel eröffnet ihm eine Überlebensperspektive. An seinem dritten Geburtstag erhält er das ersehnte Instrument und beschliesst, nicht mehr zu wachsen. In einem monumentalen Monolog verknüpft Oskar Matzerath seine Familiengeschichte mit der Zeitgeschichte und schlüpft dabei in unterschiedlichste Rollen. Er trommelt an gegen die Welt des Scheins, der Lügen und der Verbrechen. Oskar ist Beobachter und zugleich Beteiligter einer Zeit, in der einfache Antworten auf komplexe Fragen immer populärer werden. Eindrücklich schildert er das Aufziehen faschistischen Denkens, wie die Schwelle der Gewalt immer weiter sinkt und schliesslich eines der grössten Verbrechen der Menschheit möglich wird.

Günter Grass wurde 1927 in Danzig geboren, der Stadt, in der mit «Die Blechtrommel» und «Katz und Maus» auch zwei seiner Hauptwerke angesiedelt sind. Er war einer der wichtigsten deutschsprachigen Gegenwartsautoren, gehörte der berühmten «Gruppe 47» an und wurde 1999 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. 2015 starb Grass, der auch Bildhauer, Maler und Grafiker war, in Lübeck. «Die Blechtrommel» wurde 1979 von Volker Schlöndorff verfilmt.

Inszenierung:

​Markus Keller

Besetzung:

​Oskar Michael von Burg

Echos

Berner Zeitung, Helen Lagger

Er liefert eine schauspielerische Meisterleistung: Von Burg lässt die prägnantesten Szenen von Buch und Filmvorlage im Alleingang lebendig werden.

zur vollständigen Kritik

Der Bund, Maximilian Pahl

Grosser Geist in einem kleinen Körper: Der Schauspieler Michael von Burg bestreitet «Die Blechtrommel» von Günther Grass als vielgestaltigen Monolog am Theater an der Effingerstrasse.

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Seniorweb, Fritz Vollenweider

Man vergisst beinahe, dass der Trommler sich allein auf der Bühne bewegt.​

zur vollständigen Kritik

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