Romulus der Grosse

22. September - 19. Oktober 2018

von Friedrich Dürrenmatt

Ungeschichtliche historische Komödie 

Ein römischer Bote hat für Kaiser Romulus brisante Nachrichten im Gepäck: Die Germanen sind einmarschiert, der Untergang des Römischen Reiches steht kurz bevor. Doch Kaiser Romulus inte ressiert sich nicht für Katastrophenmeldungen und schon gar nicht für den drohenden Staatsbankrott. Viel lieber widmet er sich der Legekapazität seiner Hühner, denen er Namen römischer Kaiser und Kriegshelden gegeben hat. Selbst Kaisergattin Julia kann nichts an der Tatenlosigkeit ihres Mannes ändern. Ihre Appelle bleiben ungehört, sämtliche Rettungsversuche scheitern und für die totale Mobilmachung ist es schon zu spät. Doch als der germanische Erzfeind Odoaker eintrifft, wird Romulus vor vollkommen neue Entscheidungen gestellt.

«Romulus der Grosse», 1949 am Theater Basel uraufgeführt, schrieb Friedrich Dürrenmatt (1921– 1990) noch unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs. Er selbst betitelte sein Stück als «eine ungeschichtliche historische Komödie». «Der Verfasser ist von Natur aus gegen die Weltreiche», schrieb der grosse Schweizer Autor im zweiten von «Zehn Paragraphen zu Romulus der Grosse». Übrigens betont er im ersten Paragraphen: «Der Verfasser ist kein Kommunist, sondern Berner.»

Christoph Kail, der schon in Dürrenmatts «Die Physiker» und zuletzt in Ayad Akhtars «Geächtet» an unserem Theater zu sehen war, spielt die Titelrolle in «Romulus der Grosse».

Inzenierung:

Alexander Kratzer

Besetzung:

Romulus Augustus Christoph Kail
​Julia, seine Frau  Nicola Trub
Rea, seine Tochter  Anna Rebecca Sehls
Mares, Zeno, Odoaker Hannes Perkmann
Pyramus, Ämilian, Koch Josef Mohamed
Spurius Titus Mamma, Cäsar Rupf Simon Käser


Stückeinführungen finden am  2./4./12./13./14./18. Oktober 2018 statt.

  • ​Am 12. Oktober begrüssen wir Birgit Stalder, Lehrerin für Geschichte und Französisch am Gymnasium Kirchenfeld. Als Historikerin wird sie uns über den Untergang des Römischen Reiches berichten. Ausserdem nähern wir uns dem Begriff des Helden. 
  • Dr. Ulrich Weber (Schweizerisches Literaturarchiv, Centre Dürrenmatt Neuchâtel) betreut seit 1991 den literarischen Nachlass von Friedrich Dürrenmatt. Der Literaturwissenschaftler und Dürrenmatt-Kenner wird am 13. Oktober Gast bei der Einführung sein.

    Die Stückeinführungen finden jeweils um 19.30 Uhr (sonntags um 16.30 Uhr) im Zuschauerraum statt. Eintritt frei

 

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