6. - 30. Oktober 2012
von Woody Allen
Ein Wochenende im Sommer zu Anfang des 20. Jahrhunderts: Andrew, ein Anlageberater und Hobby-Erfinder, und seine Frau Adrian haben die zwei Paare Maxwell und Dulcy, sowie Leopold und Ariel zu einem gemeinsamen Wochenende in ihr Landhaus eingeladen. Obwohl Andrew mit Adrian seit Jahren verheiratet ist, liebte er einst Ariel, eine intelligente Frau von Welt. Adrian, seine verschüchterte, geradezu verklemmte Gattin, ist seit einem Seitensprung mit Maxwell, dem besten Freund ihres Mannes, nicht mehr in der Lage, mit ihrem Ehemann zu schlafen. Maxwell, Arzt und Playboy, der sein Selbstbewusstsein durch eine möglichst hohe Verführungsrate aufwertet, hat seine aktuelle Eroberung, die Krankenschwester Dulcy, an seiner Seite, verliebt sich aber auf der Stelle in Ariel. Leopold, ein genialer Professor, Autor und Philosoph, will Ariel heiraten, ist jedoch von Dulcy angetan…Ariel hat Andrew (in einer anderen Mittsommernacht) geliebt und könnte sich erneut in ihn verlieben. In der Hitze der sternenfunkelnden Sommernacht werden abgekühlte Liebschaften wieder entzündet. Wer liebt wen? Oder vielmehr: Wer begehrt wen? Lassen sich verpasste Gelegenheiten irgendwann nachholen? Es beginnt ein Verwirrspiel der Liebe mit ungewissem Ausgang.
Inszenierung: Peter Bamler
Besetzung:
Andrew: Helge Herwerth
Adrian: Alexandra Hartmann-Schöcker
Maxwell: Markus Hamele
Dulcy: Eva Maria Frank
Leopold: Horst Krebs
Ariel: Theresa Berlage
Bühnenbild: Peter Aeschbacher
Kostüme: Sarah Bachmann
Echos
Schillernd zwischen dem Auf die Rolle schieben des Jagdverhaltens der Männer und der kapriziösen, erotisch-witzigen Wendigkeit der Frauen, scheinen sowohl der Autor als auch Regisseur Peter Bamler vor allem die Verspieltheit von Werben und Gewähren auszuleben. Auch die mit fast sichtbarem Augenzwinkern handelnden Darstellerinnen und Darsteller verfügen über eine Palette, die reich mit Farben von Ironie, Sarkasmus, freiwilliger und gekonnt unfreiwilliger Komik bestückt ist.
Seniorweb.ch, 7. Oktober 2012
Bestens unterhalten wird man nichtsdestotrotz. Das Stück hat ein gutes Timing, was bei einer Komödie bekanntlich das A und O ist. Das Bühnenbild (Peter Aeschbacher), bestehend aus Kunstrasen und allerlei Büschen, ermöglicht geheime Treffen, parallel stattfindende Dialoge und angedeutete Liebesakte.
Berner Zeitung, 8. Oktober 2012
Bamlers Inszenierung ist mit parallel stattfindenden Dialogen und schnelle Auftritten und Abgängen virtuos orchestriert, sodass das Liebeskarussell schon bald richtig in Fahrt kommt. Dabei wirken auch die Kostüme (Sarah Bachmann) und die kuriosen Erfindungen (Johann-Peter Kissling) sorgfältig ausgearbeitet. Bamler hat die Filmvorlage als detailverliebte, schnelle Komödie auf die Bühne gebracht. Und das hat schliesslich bereits zu Shakespeares Zeiten funktioniert.
Der Bund, 8. Oktober 2012